Tomatensocke mit verstärkter Ferse

Die Tomatenferse wird über 2/3 der Gesamtmaschenzahl gestrickt. Also verteilt man die Maschen gleichmäßig auf drei Nadeln; ist die Gesamtmaschenzahl nicht durch drei teilbar, wird zugunsten der 1. Nadel aufgerundet. (Beispiel für 64 M: Nadel 1: hat 22 M, Nadeln 2 und 3 je 21 M.)

Die Maschen der ersten Nadel werden zunächst stillgelegt, wir brauchen sie nur für die Zwischenrunden (s.u.). Dann geht’s los: Noch ver-bleibende M[1]
  1. Reihe (Rückreihe RR): Die erste M abh. und sehr fest anziehen; die restlichen Fersenmaschen li str., dabei die ersten zwei M ebenfalls fest anziehen, um die abgehobene M zu fixieren. Die letzte M li str., die Arbeit wenden.
42
  1. Reihe (Hinreihe HR): Die 1. Masche abh. und fest anziehen. Die 2. und 3. M re stricken und ebenfalls fest anziehen. Dann [1M li abheben, Faden hinter der Arbeit, 1 M re str.] Diesen Rapport wiederholen. Die letzten beiden Maschen nicht stricken. Die Arbeit wenden.
40
  1. Reihe (RR): Die 1. M abheben und fest anziehen. Die 2. Und 3. M li str. und ebenfalls fest anziehen. Alle weiteren M bis auf die zwei letzten li stricken.
38
  1. Reihe: (HR): s. 2. R., bis auf 4 M nach Anleitung str.
36
  1. Reihe: (RR): s. 3. R., bis auf 4 M li str.
34
  1. Reihe: (HR): s. 2. R., bis auf 6 M nach Anleitung str.
32
  1. Reihe: (RR): s. 3. R., bis auf 6 M li str.
30

Tipp: Um beim Wechsel zwischen den beiden abzustrickenden Nadeln keine „Dehnfuge“ entstehen zu lassen, kann man immer beim Wechsel von den einen auf die andere Nadel noch ein bis drei M auf die gerade verwendete Strick-Nadel mitstricken und wechselt erst dann auf die leere Nadel.

  1. Reihe: (HR): s. 2. R., bis auf 8 M nach Anleitung str.
28
  1. Reihe: (RR): s. 3. R., bis auf 8 M li str.
26
  1. Reihe: (HR): s. 2. R., bis auf 10 M nach Anleitung str.
24
  1. Reihe: (RR): s. 3. R., bis auf 10 M li str.
22
  1. Reihe: (HR): s. 2. R., bis auf 12 M nach Anleitung str.
20
  1. Reihe: (RR): s. 3. R., bis auf 12 M li str.
18
  1. Reihe: (HR): s. 2. R., bis auf 14 M nach Anleitung str.
16
  1. Reihe: (RR): s. 3. R., bis auf 14 M li str.
14
  1. Reihe: (HR): Dies ist die abschließende verkürzte Reihe!
    Die 1. Masche abh. und fest anziehen. Die 2. und 3. M re stricken und ebenfalls fest anziehen. Dann [1M li abheben, Faden hinter der Arbeit, 1 M re str.] Diesen Rapport wiederholen bis noch 16 M übrig sind.
12[2]

Stopp! Wir befinden uns nun am Ende der nach dem in der 2. Reihe geschilderten Rapport, und vor den stehengelassenen 16 M. Wir bemerken bei den stehen gelassenen Maschen, dass sich Maschenpaare gebildet haben, die durch kleine Abstände getrennt sind. Bei der ersten Zwischenrunde, die nun beginnt, werden wir diese Lücken an den Fersenseiten schließen.

Linke Fersenseite: Ausgangspunkt ist die erste M der 16 stehen gelassenen M. Wir stechen nun von rechts nach links in das rechte Maschenglied der darunter liegenden Masche (also der Vorreihe) und heben sie auf die linke Nadel, neben die erste der stehen gelassenen Maschen, und stricken beide zusammen rechts ab. Die nächste M re stricken. Bei der dritten Masche heben wir ebenfalls die darunter liegende Masche hoch auf die linke Nadel und stricken beide zusammen rechts ab. Die nächste M wieder re stricken. Dies tun wir so lange, bis alle stehen gelassenen M auf der linken Fersenseite abgestrickt sind. Wir wechseln nun auf die erste Nadel.

Stopp! Um die entstandene Lücke zwischen der dritten und der ersten Nadel zu schließen, heben wir den Querfaden zwischen diesen beider N auf die linke N und stricken sie re verschränkt ab (fest anziehen, ebenso die beiden folgenden M!). Die erste Nadel hat nun eine M mehr, die Maschen auf den Nadeln 2 und drei bleiben gleich. Die Maschen der ersten Nadel werden re oder im Muster abgestrickt. Am Ende der ersten Nadel wird wieder der Querfaden zwischen erster und zweiter Nadel auf die linke Nadel gehoben und re verschränkt abgestrickt (fest anziehen, ebenso die beiden folgenden M!). Die erste Nadel hat also nun insgesamt 2 M mehr als am Beginn, in unserem Beispiel also 24 M.

Rechte Fersenseite: Ausgangspunkt ist die erste M der 16 stehen gelassenen M. Wir stechen nun von rechts nach links in das rechte Maschenglied der darunter liegenden Masche (also der Vorreihe) und heben sie auf die linke Nadel, neben die erste der stehen gelassenen Maschen, und stricken beide zusammen rechts ab (also genauso wie bei der linken Fersenseite.). Die nächste M re stricken. Bei der dritten Masche heben wir ebenfalls die darunter liegende Masche hoch auf die linke Nadel und stricken beide zusammen rechts ab. Die nächste M wieder re stricken. Dies tun wir so lange, bis alle stehen gelassenen M auf der rechten Fersenseite abgestrickt sind. Die 12 verbliebenen M stricken wir rechts ab, und vollenden damit die verstärkende Fersenreihe.

Zweite Zwischenrunde: Eine Runde re stricken bzw. im Muster des Oberfußes. Die Runde endet am Ende der 3. Nadel, und wir beginnen ein neues Segment.

In der Regel genügen drei Segmente, um die Ferse zu beenden.

 

Nun beginnt der Füßling der Socke. Die M werden wieder auf vier Nadeln verteilt. Nach drei Segmenten haben wir nun 6 M mehr als vorher, in unserem Beispiel also insgesamt 70 M, die wir im Laufe der nächsten Runden wieder auf 64 M verringern. Wir verteilen die M so, das die erste Nadel in der Mitte der Ferse beginnt und die M der linken Fersenseite aufnimmt, entsprechend nimmt die 4. Nadel die M der rechten Fersenseite auf.

Wir stricken drei Runden. In der vierten Runde werden die dritt- und die vorletzte M der ersten Nadel re überzogen zusammen gestrickt (= die drittletzte M abh., die vorletzte M re stricken, dann die abgehobene M darüber ziehen), dann weiter stricken bis zum Beginn der vierten Nadel. Bei dieser stricken wir die zweite und die dritte M re zusammen. Die Gesamtmaschenzahl hat sich um zwei auf 68 verringert.

Dies wiederholen wir nach weiteren vier bzw. acht Reihen und sind dann wieder bei der Ausgangszahl unserer Gesamtmaschen, in unserem Beispiel also 64.

Wir stricken nun die Socke weiter bis zur Spitze.

Viel Spaß!

Andreas Robra (strickfit@gmx.de)

 

Eine ausführliche Anleitung zur Tomatenferse findet man in
Manuela Burkhardt: „Die Tomatensocke“ im TOPP-Verlag!

 

[1] Hier wird von einer Gesamtzahl von 64 M ausgegangen. Auf den Nadeln zwei und drei befinden sich bei Beginn je 21 M, zusammen also 42. Startet man die Socke mit einer anderen Anzahl Maschen, muss dieses Schema entsprechend angepasst werden.

[2] Die letzte Hinreihe (auch bei einer anderen Startzahl an Maschen als 64) ist die, an der noch 12 M gestrickt werden.

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2 Kommentare zu “Tomatensocke mit verstärkter Ferse

  1. Vielen Dank für die super ausführliche Anleitung. Ich habe das Buch „Die Tomatenferse“ aber Deine Anleitung für die verstärkte Ferse ist einfach klasse. DANKE.

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